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  • Energiewende, Windkraft, SmartLife

    Unter Strom: Energie in Bergedorf

    Ausstellung vom 16. September 2017 - 30. Juni 2018
    im Bergedorfer Schloss

    Das Thema Energie begegnet uns täglich in den Medien: Energiewende, Atomausstieg, Ausbau erneuerbarer Energien, Smartcity. Auch im Alltag sind wir von Energie umgeben: wir schalten den Computer ein, die Waschmaschine, das Licht, nutzen das Auto, den Zug, den Flieger. Woher kommt die Energie, die wir dazu nutzen? Was wäre, wenn sie nicht so selbstverständlich hinter der Steckdose bereit stünde? Und wie lange steht sie wirklich bereit?

     

     

    Vierländer füllen Ballons mit hoch entzündlichem Erdgas.
    Unfall mit Explosion: Die "Flamme von Neuenamme".

    Bergedorf blickt auf eine bis heute singuläre Geschichte der Energieförderung in Deutschland. In Bergedorf wird seit mehr als 80 Jahren Erdöl gefördert. Über Jahrzehnte befindet sich hier der Erdgasspeicher Reitbrook, der Hamburg drei Monate lang mit Gas versorgen können sollte. Seit Jahrhunderten ermöglicht die Nutzung der Windkraft Landwirtschaft und Gartenbau in den Vier- und Marschlanden. Die täglich arbeitenden Pumpwerke zur Senkung des Wasserspiegels sind Voraussetzung der Besiedlung Bergedorfs.

    Östlich an Bergedorf grenzt Geesthacht mit dem Atomkraftwerk Krümmel, das mit dem Beschluss zum Atomausstieg nach einer von Störfällen geprägten Geschichte nun stillgelegt und rückgebaut wird. In Krümmel befand sich neben dem Kraftwerk über Jahrzehnte auch die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schifffahrt, die zu atombetriebenen Schiffen geforscht hat.

    Erdölförderung in Reitbrook, Foto: ENGIE
    Foto: Egon Klebe, Bergedorfer Museumslandschaft

    Ebenfalls in Geesthacht befindet sich bis heute das Pumpspeicherwerk Geesthacht, das 3,6 Millionen Liter Wasser fasst und Lageenergie zur Erzeugung von 119 Megawatt elektrische Leistung speichern kann. Es könnte als Speicher für wind- und solarkraft erzeugte Energie dienen - doch die Gegenwart sieht anders aus.

    Bergedorf, entstanden am Billestau, der Wasserenergie zum Betrieb der Kornwassermühle nutzt, ist heute auf dem Weg zum deutschlandweit renommierten Forschungsstandort. Der Energie-Campus der HAW verbindet hier Forschung und Praxis rund um Speichertechnologien und erneuerbare Energien.

     

     

    Windräder in den Vierlanden. Foto: NET OHG
    Pferdekraft in den Vierlanden, Foto: Egon Klebe, Bergedorfer Museumslandschaft

    Die Ausstellung Unter Strom beleuchtet die Geschichte von Energieverbrauch und -erzeugung in Bergedorf. Wer braucht wann wofür Energie, woher kommt sie, und was passiert, wenn sie ausbleibt? Wie sehr hängt unsere heutige Gesellschaft von Energiezufuhr ab? Wie gedenken wir, mit dieser Abhängigkeit zukünftig umzugehen?

    Museum für Bergedorf
    und die Vierlande

    Bergedorfer Schloss
    Bergedorfer Schlossstraße 4
    21029 Hamburg

    Telefon: +49 40 42891-2509
    E-Mail: museum@bergedorf.hamburg.de

    Öffnungszeiten

    Di. - So.11.00 - 17.00 Uhr

    Heiligabend, Silvester, Neujahr und Karfreitag geschlossen

    Begleitprogramm zur Ausstellung

    Begleitprogramm zur Ausstellung

    Exkursionen, Diskussionen und Filme
    zum Thema im Museum Infos hier

    Begleiteter Ausstellungsrundgang

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